9.12.: YOUNG VISIONS
Der Fachrat Islamische Studien e.V. (FIS) ist ein Zusammenschluss muslimischer AkademikerInnen aus den Disziplinen der islamischen Theologie, der Erziehungs-, Religions- und Islamwissenschaft. Seit 2014 engagieren wir uns öffentlich als unabhängiger Verein in Hamburg und darüber hinaus in Angelegenheiten der islamischen Lehre.
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9.12.: YOUNG VISIONS

Ein Erfahrungsbericht von Amira Issifou, Abiturientin:

Am 9. Dezember fand die sechste Young Visions Veranstaltung statt. Diesmal in der Jubilate-Kirche in Hamburg-Öjendorf unter dem Titel „Rechtsruck: Wir tun was dagegen!“.

Zu Beginn haben die rund 70 TeilnehmerInnen jeweils Karten mit Darstellungen von unterschiedlichen Obstsorten zugeteilt bekommen, die im Anschluss zur Zusammensetzung der jeweiligen Gesprächsgruppen dienten. Nach der Begrüßung und dem kurzen Input des Moderators Robert Paschmann, wurden von einigen jugendlichen ModeratorInnen verschiedene negative und positive thematische Fakten zum Veranstaltungsthema mit Plakaten und Erklärungen präsentiert. Die Teilnehmenden wurden so beispielsweise darauf aufmerksam gemacht, wie viele Angriffe auf Synagogen und Moscheen verübt wurden oder wie viele Menschen in den letzten Jahren an Demonstrationen gegen Rechtsextremismus teilgenommen haben. Dies diente zur inhaltlichen Einführung für die darauffolgenden Diskussionen.

Nachdem sich die Gruppen zusammengefunden hatten, begannen wir mit den Partnerinterviews, um die anderen TeilnehmerInnen besser kennenzulernen und die Stimmung aufzulockern. Anhand bestimmter Fragen waren die Jugendlichen aufgefordert, den/die jeweilige/n InterviewpartnerIn den anderen in der Gruppe vorzustellen.

Daraufhin haben wir mit der Diskussionsrunde zum Thema des Abends begonnen, die sich in drei Fragen unterteilen ließ:

  • Wie empfindest du die aktuelle Situation in Bezug auf Rechtsruck?
  • Was kann man gegen den Hass tun?
  • Was sagt uns unser Glaube dazu bzw. zum Thema Hass?


Bei den Antworten waren sich die meisten einig und hatten ähnliche Ansichten. Viele finden die aktuelle Situation erschreckend, jedoch gab es eine gemeinsame Einschätzung und Hoffnung: Auch wenn zurzeit in der Politik die Rechten immer mehr Stimmen erhalten, werden sie nicht an die Macht kommen. Der Grund dafür liege in der Vielfalt der Menschen, die das Deutschland von heute ausmacht. Außerdem könne Kommunikation und Toleranz gegen Vorurteile und Hass helfen.

Nach der Diskussion haben wir unsere Antworten zur zweiten Frage auf herzförmigen Zetteln notiert und diese an einer Wand neben dem Altar befestigt. Zum Schluss folgten aus den drei Religionen Christentum, Buddhismus und Islam Beiträge von den jugendlichen ModeratorInnen. Außerdem hatte die Pastorin der Jubilate-Kirche ebenfalls einen Impuls beigetragen, bei dem wir alle zusammen gesungen haben.

Es war eine harmonische Atmosphäre, bei der man die Spannungen, die beispielsweise in anderen Ländern zwischen den verschiedenen Religionen herrschen, gar nicht spürte. Alle haben sich gut verstanden und alle TeilnehmerInnen haben sich aktiv miteingebracht. Es gab keinen Hass und keine Ausgrenzung aufgrund unterschiedlicher Glaubensvorstellungen oder Nationalitäten. Jeder wurde akzeptiert, wie er ist, und war somit ein Teil der Gemeinschaft.

VIDEO_Young Visions_9.12.2019

Young Visions_Du gehörst nicht dazu_Flyer_9.12.2019

http://youngvisionshamburg.de/