Am 1. Juni 2026 lud die SPD-Bürgerschaftsfraktion den Fachrat Islamische Studien sowie mehrere Vertreterinnen und Vertreter muslimischer Verbände, Vereine und Projekte zu einem themenpolitischen Frühstück ins Hamburger Rathaus ein. Im Mittelpunkt stand der gemeinsame Austausch über wichtige Themen, Anliegen und Perspektiven muslimischer Communities in Hamburg.

Ein Erfahrungsbericht von Sara Awad (Peer);

Manchmal wird einem erst in einem gemeinsamen Gespräch bewusst, wie viele Menschen ähnliche Erfahrungen, Sorgen und Hoffnungen teilen. Genau diesen Eindruck habe ich von dem Dialog zwischen der SPD-Fraktion und Vertretermuslimischer Gemeinden, Vereine und Initiativen mitgenommen.

Was mir von diesem Austausch besonders in Erinnerung bleibt, sind die vielen starken Wortbeiträge und die Offenheit, mit der aktuelle Herausforderungen angesprochen wurden. Beim gemeinsamen Austausch wurde schnell deutlich, dass viele Menschen gekommen waren, um ihren Anliegen Gehör zu verschaffen und auf Themen aufmerksam zu machen, die muslimische Menschen in Deutschland bewegen.
Es war spürbar, dass sie ein gemeinsames Anliegen verband: die Herausforderungen anzusprechen, mit denen muslimische Menschen in Deutschland tagtäglich konfrontiert sind.
In den Gesprächen entstand das Bild einer Gemeinschaft, die ähnliche Erfahrungen teilt und Verantwortung übernehmen möchte. Die Offenheit, mit der aktuelle Themen diskutiert wurden, hat mich beeindruckt. Viele nutzten die Gelegenheit, ihre Stimme zu erheben, sachlich, konstruktiv und mit dem Wunsch, zum gesellschaftlichen Dialog beizutragen.
Ebenso beeindruckend war die Vielzahl an Vereinen, Initiativen und Projekten, die in Hamburg und im Norden aktiv sind. Oft wird nur ein kleiner Teil dieses Engagements sichtbar. An diesem Vormittag wurde deutlich, wie viele Menschen sich für Bildung, Teilhabe, Zusammenhalt und ein gutes Miteinander einsetzen. Das zu sehen, macht Mut.
Obwohl auch Olympia in Hamburg angesprochen wurde, stand es nicht im Mittelpunkt. Im Zentrum standen die Menschen, ihre Erfahrungen und ihre Anliegen. Gerade das machte die Veranstaltung so wertvoll. Sie zeigte, wie wichtig Räume sind, in denen Menschen miteinander statt übereinander sprechen.
In einer Zeit, in der gesellschaftliche Debatten oft von Polarisierung geprägt sind, sind solche Begegnungen wichtiger denn je. Dialog allein löst nicht alle Probleme, aber er ist häufig die Voraussetzung dafür, gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Besonders in Erinnerung bleibt mir das Gefühl, dass viele engagierte Menschen an einem gemeinsamen Ziel arbeiten: eine Gesellschaft mitzugestalten, in der Teilhabe, Respekt und gegenseitiges Verständnis selbstverständlich sind.